Am Samstag, 10. Oktober 2026, um 19:00 Uhr bestreitet der TuS Vinnhorst sein siebtes Saisonspiel in der 3. Liga Nord/West. Im VinnDome trifft die Mannschaft von Lars Lehnhoff und Torge Johannsen auf die TSG A-H Bielefeld. Nach zwei Niederlagen in Folge will der TuS gemeinsam mit seinen Fans die Wende einleiten.
Der TuS geht mit 6:6 Punkten in die Partie, die Gäste haben aus ihren ersten sechs Spielen 10:2 Punkte geholt. Mit einem Sieg würde Vinnhorst den Abstand auf Bielefeld auf zwei Zähler verkürzen.
Zwei Niederlagen und ein klarer Auftrag
Die vergangenen beiden Spiele verliefen nicht nach den Vorstellungen des TuS. Gegen die HSG Varel unterlag die Mannschaft im VinnDome mit 28:29, nachdem den Gästen der Siegtreffer mit der Schlusssirene gelungen war. Eine Woche später führte der TuS beim Aufsteiger Sportfreunde Loxten zur Pause mit 15:13, musste sich am Ende aber mit 32:35 geschlagen geben.
Damit zieht sich ein Muster durch die bisherige Saison. Nach dem Seitenwechsel ließ der TuS mehrfach nach. In Anderten und Loxten gingen Halbzeitführungen verloren, gegen Varel lief die Mannschaft nach der Pause lange einem Rückstand hinterher, und gegen Aurich schrumpfte ein Neun-Tore-Vorsprung bis zum Schlusspfiff auf zwei Treffer.
Dass der TuS über viel Qualität verfügt, haben die ersten Halbzeiten dieser Spiele gezeigt. Auch offensiv ist die Mannschaft breit aufgestellt. Jonas Gertges führt die interne Torschützenliste mit 34 Treffern an, dahinter folgen Maurice Lungela mit 29 und Mathieu Fenyö mit 28 Toren.
Unser Sportchef Guido Stannek findet nach den beiden Niederlagen grundsätzlich optimistische Worte und richtet den Blick nach vorn: „Natürlich sind wir mit den vergangenen Spielen und vor allem Ergebnissen nicht zufrieden. Da sind wir uns alle einig. Es steckt deutlich mehr in der Mannschaft, als wir zuletzt gezeigt wurde. Aber gerade in solchen Phasen zeigt sich, was eine Mannschaft und Team um die Mannschaft wirklich ausmacht. Jetzt geht es nicht darum, zurückzuschauen, sondern darum, gemeinsam wieder Vertrauen in die eigenen Stärken zu gewinnen. Ich bin von der Qualität unserer Mannschaft und der Arbeit unseres Trainerteams absolut überzeugt. Wir haben genügend Willen, Bereitschaft und Qualität in unseren Reihen, um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Dafür brauchen wir jetzt einen freien Kopf, den Glauben an und das Wissen um die eigene Stärke.“
TSG A-H Bielefeld: Starker Neustart unter Arjan Haenen
Die TSG A-H Bielefeld beendete die vergangene Saison mit 35:25 Punkten auf dem fünften Platz. Im März trat Cheftrainer Niels Pfannenschmidt zurück, Co-Trainer Arjan Haenen übernahm zunächst interimsweise. Unter dem Niederländer holte die TSG aus den letzten acht Saisonspielen fünf Siege und ein Unentschieden. Im Mai bestätigte der Verein Haenen als Cheftrainer, der nun seine erste komplette Saison in dieser Funktion bestreitet.
Vier Neuzugänge verstärken den Rückraum
Im Sommer hat sich Bielefeld vor allem im Rückraum verstärkt. Vom Team HandbALL Lippe II kam Hark Hansen, der bereits Erfahrung in der Bundesliga gesammelt hat. Jannis Hoff wechselte vom ATSV Habenhausen, für den er in der vergangenen Saison in 28 Spielen 84 Tore erzielte. Ricardo da Silva Magalhaes kam nach einem Jahr beim Oranienburger HC, für den Portugiesen ist Bielefeld bereits die dritte Station in Deutschland. Komplettiert wird das Quartett vom 20-jährigen österreichischen Jugendnationalspieler Tilen Pausits, der vom UHK Krems kam. Bereits im Winter hatte sich Tim Stefan der TSG angeschlossen, der 2014/15 beim HSV Hamburg in der Bundesliga debütierte und zuletzt für die HSG Krefeld spielte.
Verlassen haben die TSG unter anderem Simon Strakeljahn, der sich dem Aufsteiger Sportfreunde Loxten anschloss, sowie Dominik Ebner und Torhüter Arjan Versteijnen.
Der Kern der Mannschaft ist geblieben. Dazu zählen Manuel Hörr, Ralfs Geislers, Jan Pretzewofsky und Nils Strathmeier, der bereits seit 2010 für den Verein spielt. Im Tor setzt die TSG auf Leon Goldbecker und Mustafa Wendland.
Fünf Siege aus sechs Spielen
Der Saisonstart ist der TSG geglückt. Zum Auftakt gewann sie beim Wilhelmshavener HV mit 28:26. Es folgten Heimsiege gegen das Team HandbALL Lippe II (33:29), den HC Eintracht Hildesheim (32:28) und den VfL Fredenbeck (36:27). Die einzige Niederlage gab es im Spitzenspiel beim TuS Spenge, wo Bielefeld nach einem 15:19-Rückstand zwischenzeitlich mit drei Toren führte und am Ende knapp mit 27:29 unterlag. Am vergangenen Sonntag folgte ein deutliches 36:19 gegen den MTV Großenheidorn.
Bemerkenswert ist dabei, wie stark die TSG nach dem Seitenwechsel auftritt. In Wilhelmshaven lag Bielefeld zur Pause mit 12:13 zurück, gegen Lippe II und Hildesheim stand es jeweils unentschieden. Alle drei Partien entschied die TSG in der zweiten Halbzeit für sich.
Bielefelder Schlüsselspieler: Viel Torgefahr um Manuel Hörr
Erfolgreichster Werfer der TSG ist Spielmacher Manuel Hörr mit 39 Toren, der zudem vom Siebenmeterpunkt antritt. Dahinter folgt Ralfs Geislers aus dem rechten Rückraum mit 30 Treffern. Neuzugang Hark Hansen kommt ebenso wie Rechtsaußen Nils Strathmeier auf 23 Tore, Jan Pretzewofsky hat 20-mal getroffen. Hansen gilt mit seinen Eins-gegen-eins-Aktionen als besonders unangenehm für jede Abwehr, Strathmeier traf zuletzt gegen Großenheidorn zehnmal.
Hinzu kommt ein starkes Torhütergespann. Leon Goldbecker war beim Heimsieg gegen Fredenbeck ein großer Rückhalt.
Die zweite Halbzeit als Schlüssel
Damit trifft der TuS auf einen Gegner, dessen Stärke ausgerechnet dort liegt, wo Vinnhorst zuletzt Punkte liegen ließ. Gefragt ist deshalb eine Leistung über die vollen 60 Minuten, in der die Intensität aus der ersten Halbzeit auch nach der Pause erhalten bleibt.
Bielefeld steht defensiv kompakt, agiert aus einer stabilen 6:0-Deckung und nutzt Ballgewinne konsequent für schnelle Gegenstöße. Für den TuS ergibt sich daraus eine klare Aufgabe: technische Fehler vermeiden, die Angriffe geduldig zu Ende spielen und konsequent zurückarbeiten. In der Abwehr gilt es, den Rückraum um Manuel Hörr, Ralfs Geislers und Hark Hansen früh unter Kontrolle zu bringen.
Mit Bielefeld hat der TuS zudem noch eine Rechnung offen. In der vergangenen Saison gingen beide Duelle an die TSG. Im Oktober 2025 unterlag der TuS in Bielefeld mit 28:29 und musste damals als Tabellenführer die erste Saisonniederlage hinnehmen, im März folgte ein 32:37 im VinnDome.
Jetzt erst recht: Alle in Rot in den VinnDome
Der Blick auf die Tabelle gefällt derzeit niemandem in Vinnhorst. Umso wichtiger ist es, die Situation anzunehmen, den Blick nach vorn zu richten und gemeinsam das Beste daraus zu machen. „Jetzt erst recht“ lautet deshalb das Motto für das Heimspiel gegen Bielefeld.
Gefordert sind dabei alle. Die Mannschaft muss auf dem Feld Lösungen finden und die Abschlussschwäche der vergangenen Wochen ablegen. Die Fans sind aufgerufen, den VinnDome noch einmal lauter werden zu lassen als sonst. Auch optisch soll die Halle ein Zeichen setzen: Der TuS ruft alle Fans dazu auf, in Rot gekleidet in den VinnDome zu kommen. So unterstützen die Ränge die Mannschaft, die ebenfalls in Rot aufläuft, auch farblich und präsentieren sich gemeinsam als Einheit.
Stannek: „Wir wollen dieses Spiel gewinnen“
Für das Duell mit Bielefeld formuliert Stannek einen Wunsch: „Das Spiel gegen Bielefeld ist für uns eine große Chance, gemeinsam mit unseren tollen Fans ein Zeichen zu setzen. Wir wollen von der ersten Minute an zeigen, dass wir als Mannschaft zusammenstehen, füreinander kämpfen und mit voller Überzeugung auf dem Feld stehen. Wir haben allen Grund, an uns zu glauben. Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir am Samstag eine Mannschaft erleben werden, die mit Leidenschaft, Mut und absolutem Siegeswillen auftritt. Wir wollen gegen Bielefeld nicht nur eine Reaktion zeigen – wir wollen dieses Spiel gewinnen!“
Tickets & Livestream
Anwurf im VinnDome ist am Samstag, 10. Oktober 2026, um 19:00 Uhr. Der Einlass erfolgt 60 Minuten vor Spielbeginn. Tickets sind HIER über die offizielle Website erhältlich, die Partie wird zudem auf SportEurope.TV im Livestream übertragen.